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Andrologie

Andrologie ist die Lehre von den Fortpflanzungsfunktionen des Mannes und deren Störungen in allen Lebensphasen.

Die fünf zentralen Themen sind:

  • Störung der Zeugungsfähigkeit (Infertilität), also der reproduktiven Funktionen des Mannes unter natürlichen und krankhaften Bedingungen. Als Partner des reproduktionsmedizinischen Gynäkologen können Andrologen wesentlich in der Erkennung und Behandlung von Störungen der Zeugungsfähigkeit des Mannes ärztlich tätig werden.
  • Störung der Hormonbildung im Hoden (Hypogonadismus)
    Die Beeinträchtigung der Testosteronbildung führt zu schweren Störungen des Befindens und der Körperfunktionen (Blutbildung, Knochenstoffwechsel, Gedächtnisfunktion, Stimmung, Libido und Erektionsfähigkeit). Die Ergänzung (Substitution) mit Gelen, Tabletten und Injektionen ist die Haupttherapieform.
  • Störung der Erektionsfähigkeit (erektile Dysfunktion, Impotenz)
    Herz-Kreislauferkrankungen, Hypertonie (Bluthochdruck), Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) und Krebserkrankungen führen zu Impotenz, umgekehrt kann die Impotenz erster Hinweis für andere zugrundeliegende Erkrankungen sein (z. B. koronare Herzerkrankung).
  • Männliche Verhütung (Kontrazeption)
    Für den Mann gibt es als sichere Verhütungsmethode nur die Durchtrennung der Samenleiter (Vasektomie). Der operierende Androloge führt diese Maßnahme durch und kann diese Operation durch mikrochirurgische Techniken auch wieder rückgängig machen (Refertilisierung).
  • Der alternde Mann (Seneszenz)
    Nicht nur die Lebenserwartung der Frau, auch die des Mannes steigt ständig. Der Androloge begleitet den alternden Mann und hilft beim Wunsch nach hoher Lebensqualität im Alter mit den Mitteln der Antiaging-Medizin.

Der Mann ist mit seinen spezifischen männlichen Problemen der verschiedenen Lebensphasen Gegenstand der Andrologie, der Androloge also als Pendant zur Gynäkologie der Männerarzt.